Was kostet eine Lecksuche durch ein externes Unternehmen?
Keine feste Preisliste für eine externe Lecksuche. Wir stellen die Kostenfaktoren zusammen: Stundensatz, Anfahrtskosten, CO₂-eq-Kategorie und Anzahl der Anlagen pro Besuch.
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Ein Angebot für eine externe Lecksuche kann zwischen Anbietern deutlich auseinanderlaufen — und das ist kein Zufall. Wie beim BRL-100-Audit gibt es keine feste Preisliste; die Rechnung setzt sich aus ein paar Bausteinen zusammen, die je nach Unternehmen und Situation unterschiedlich sind. Im Folgenden die Faktoren, mit konkreten Beispieltarifen kältetechnischer Unternehmen, damit Sie ein Angebot beurteilen können, statt zu raten.
Warum es keinen festen Preis gibt
Keines der kältetechnischen Unternehmen, die wir für diesen Artikel konsultiert haben, veröffentlicht einen festen Betrag für „eine Lecksuche". Stattdessen arbeiten sie mit einem Stundensatz plus Anfahrtskosten, und die endgültige Rechnung hängt davon ab, wie viel Zeit die Kontrolle kostet und wie weit der Monteur reisen muss. Das ist derselbe Aufbau wie beim BRL-100-Audit: kein Tarifblatt, aber eine nachvollziehbare Kostenstruktur.
Die zwei festen Bausteine: Stundensatz und Anfahrtskosten
Jedes Angebot beginnt mit zwei Posten: dem Stundensatz des Monteurs und den Anfahrtskosten (der Vergütung für die Reisezeit zum Standort). Drei veröffentlichte Beispiele zeigen, wie das in der Praxis aussieht:
- De Vries Koeltechniek berechnet einen Stundensatz von 82 € an Werktagen plus 75 € Anfahrtskosten, mit einem Zuschlag von 125 % am Samstag und 150 % an Sonn- und Feiertagen (Quelle: devrieskoeltechniek.nl (opent in nieuw tabblad)).
- Airco Klimaat Noord berechnet 80 € Arbeitslohn pro Stunde plus 95 € Anfahrtskosten und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anfahrtskosten auch dann gelten, wenn der Monteur vor Ort nichts tun kann (Quelle: aircoklimaatnoord.nl (opent in nieuw tabblad)).
- MEP Koeltechniek arbeitet mit einem festen Tarif von 92,50 € exklusive Mehrwertsteuer, inklusive der ersten 30 Minuten Arbeit; Reisekosten innerhalb der Randstad sind darin bereits enthalten (Quelle: mepkoeltechniek.nl (opent in nieuw tabblad)).
Diese Beträge sind Beispiele einzelner Unternehmen, kein Marktdurchschnitt — die Bandbreite (grob 80–92,50 € pro Stunde, 75–95 € Anfahrtskosten bei diesen dreien) gibt aber eine Indikation, wo sich ein Angebot in der Regel bewegt. Fragen Sie für Ihre Region und Situation immer ein Angebot an.
Die CO₂-eq-Kategorie bestimmt, wie oft Sie zahlen
Der Preis pro Besuch ist nur die halbe Geschichte — die andere Hälfte ist, wie oft dieser Besuch nötig ist. Das hängt vom CO₂-Äquivalent der Anlage ab: ab 5 Tonnen gilt eine jährliche Lecksuche, ab 50 Tonnen halbjährlich, und ab 500 Tonnen ist neben einem festen Leckerkennungssystem auch eine Monteur-Kontrolle alle sechs Monate Pflicht. Die vollständige Erläuterung mit Rechenbeispielen je Kältemittel steht in F-Gase-Lecksuche: wie oft ist sie Pflicht?. Für den jährlichen Kostenvergleich zählt also nicht nur der Stundensatz, sondern der Stundensatz multipliziert mit der Anzahl der verpflichtenden Besuche — eine Anlage über der 50-Tonnen-Schwelle kostet auf Jahresbasis schnell das Doppelte einer Anlage, die gerade eben über der 5-Tonnen-Grenze liegt.
Anzahl der Anlagen pro Besuch
Anfahrtskosten sind ein fester Betrag pro Besuch, nicht pro Anlage. Lassen Sie einen externen Anbieter mehrere Anlagen an einem Standort — oder mehrere Standorte auf einer Route — in derselben Fahrt kontrollieren, dann wird dieser feste Posten auf mehr Anlagen verteilt und sinkt der Kostenpreis pro Anlage. Für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder einem Portfolio an Kundenanlagen in derselben Region lohnt es sich also, Lecksuchen so weit wie möglich zu bündeln, statt sie einzeln anzufragen.
Eigenes Personal vs. Auslagern
Die andere Abwägung ist, ob Sie die Lecksuche auslagern oder selbst mit einem eigenen Monteur mit gültigem F-Gase-Personenzertifikat (BRL 200) durchführen. Auslagern bedeutet, pro Besuch zu zahlen, ohne Investition im Voraus; eigenes Personal erfordert Zertifizierung, kalibriertes Werkzeug und dessen Wartung, spart aber Anfahrtskosten und Stundensatz pro Kontrolle. Die Kostenstruktur einer eigenen BRL-200-Zertifizierung — Prüfungs-, Schulungs- und Rezertifizierungskosten — ist ausgearbeitet in F-Gase-Zertifikat beantragen. Für Unternehmen mit vielen eigenen Anlagen oder einem wachsenden Serviceportfolio zahlt sich diese Investition oft innerhalb weniger Jahre aus; für eine kleine Anzahl von Anlagen ist Auslagern in der Regel günstiger.
Wie Koldwerk beim Beurteilen von Angeboten hilft
Bevor Sie ein Angebot anfragen, hilft es zu wissen, wie viele Besuche Ihre Anlage(n) pro Jahr gesetzlich benötigen. Koldwerk berechnet pro Anlage automatisch das CO₂-Äquivalent auf Basis von Kältemitteltyp und Füllmenge, verknüpft damit die vorgeschriebene Kontrollfrequenz und zeigt das im Modul Anlagenverwaltung — sodass Sie ein externes Angebot an der tatsächlichen Anzahl verpflichtender Besuche prüfen können, statt sich auf das Wort des Anbieters zu verlassen. Was die Software selbst kostet, steht auf /prijzen.
Weiterlesen
- F-Gase-Lecksuche: wie oft ist sie Pflicht? — die Schwellen und Frequenzen, die Ihre jährliche Anzahl an Besuchen bestimmen.
- F-Gase-Zertifikat beantragen — die Kosten einer eigenen BRL-200-Zertifizierung.
- Was kostet ein BRL-100-Audit? — derselbe Kostenstruktur-Ansatz für das Betriebszertifikat.
Haftungsausschluss: Die genannten Tarife sind öffentlich veröffentlichte Beispiele einzelner kältetechnischer Unternehmen, Stand Juli 2026, kein Marktdurchschnitt und keine Garantie für Ihr Angebot. Fragen Sie für einen aktuellen, auf Ihre Situation zugeschnittenen Preis immer ein Angebot bei einem zertifizierten F-Gase-Unternehmen an.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine Lecksuche durch ein externes Unternehmen im Durchschnitt?
Es gibt keinen festen Betrag oder eine offizielle Preisliste. Veröffentlichte Beispieltarife kältetechnischer Unternehmen liegen bei rund 80–92,50 € pro Stunde plus 75–95 € Anfahrtskosten (De Vries Koeltechniek, Airco Klimaat Noord, MEP Koeltechniek, Juli 2026) — aber dies sind Tarife einzelner Unternehmen, kein Marktdurchschnitt. Fragen Sie für Ihre Situation ein Angebot an.
Was bestimmt, ob die Kosten höher oder niedriger ausfallen?
Vier Faktoren: der Stundensatz und die Anfahrtskosten (Reisezeit) des Anbieters, die CO₂-eq-Kategorie Ihrer Anlage (die bestimmt, wie oft pro Jahr Sie zahlen müssen), die Anzahl der Anlagen, die in einem Besuch kontrolliert werden können, und ob Sie sich für Auslagern oder einen eigenen zertifizierten Monteur entscheiden.
Ist es günstiger, Lecksuchen auszulagern oder mit eigenem Personal selbst durchzuführen?
Das hängt vom Volumen ab. Auslagern bedeutet, pro Besuch zu zahlen, ohne Investition im Voraus; ein eigener BRL-200-zertifizierter Monteur erfordert Prüfungs-, Schulungs- und Werkzeugkosten, spart aber Anfahrtskosten und Stundensatz pro Kontrolle. Bei vielen eigenen Anlagen zahlt sich diese Investition oft schneller aus als bei einer kleinen Anzahl.
Beeinflusst die Frequenz der Lecksuchen die jährlichen Gesamtkosten?
Ja, direkt. Die Frequenz ist gesetzlich an das CO₂-Äquivalent der Anlage gekoppelt: ab 5 Tonnen jährlich, ab 50 Tonnen halbjährlich, ab 500 Tonnen (mit festem Leckerkennungssystem) alle sechs Monate. Eine Anlage, die halbjährlich kontrolliert werden muss, zahlt auf Jahresbasis etwa das Doppelte an Besuchskosten im Vergleich zu einer Anlage, die nur jährlich an der Reihe ist.
Kann ich sparen, indem ich mehrere Anlagen in einem Besuch kontrollieren lasse?
Ja. Anfahrtskosten sind ein fester Betrag pro Besuch, nicht pro Anlage. Bündeln Sie mehrere Anlagen am selben Standort oder auf derselben Route in einer Fahrt, dann wird dieser feste Kostenposten auf mehr Anlagen verteilt und sinkt der Preis pro Anlage.