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38 Begriffe, kurz und sachlich

Glossar

Die Begriffe aus der Kältetechnik, den F-Gase-Vorschriften und der Zertifizierung — in einfacher Sprache erklärt. Klicken Sie sich zur Vertiefung durch oder berechnen Sie direkt, ob eine Anlage logbuchpflichtig ist.

BRL 100 und STEK sind niederländische nationale Zertifizierungs­schemata — volle Unterstützung gibt es heute nur für NL. Siehe unsere ehrliche Länder-Abdeckung.

Regelwerk & Pflichten

Die europäischen F-Gase-Regeln und was sie konkret von einem Kältetechnikbetrieb verlangen.

F-Gase

Fluorierte Treibhausgase: synthetische Gase, die häufig als Kältemittel verwendet werden und einen starken Treibhauseffekt haben.

F-Gase speichern Wärme um ein Vielfaches stärker als CO2. Deshalb reguliert die EU ihre Verwendung streng: Lecksuche, Zertifizierung, Registrierung und ein schrittweiser Abbau (Phase-down) der schädlichsten Arten.

Siehe auch: HFKW, GWP, EU 517/2014, EU 2024/573

EU 2024/573

Die überarbeitete F-Gase-Verordnung (in Kraft seit dem 11. März 2024), die 517/2014 ersetzt und den Abbau von HFKW beschleunigt.

Die Verordnung verschärft den Phase-down, stellt zusätzliche Anforderungen an Geräte mit Kältemitteln mit hohem GWP und steuert auf einen nahezu vollständigen HFKW-Ausstieg zu. Für die meisten Installationsbetriebe bleiben die praktischen Pflichten — Lecksuche, Logbuch, zertifiziertes Personal — bestehen, aber die Wahl des Kältemittels verschiebt sich.

Siehe auch: EU 517/2014, F-Gase-Phase-down, F-Gase-Quote

F-Gase-Quote

Das System, das pro Hersteller/Importeur eine Höchstmenge (in Tonnen CO2-Äquivalent) für die jährlich in Verkehr gebrachten HFKW festlegt.

Die Quote sinkt in Stufen, wodurch Kältemittel mit hohem GWP knapper und teurer werden. Das betrifft Installateure indirekt: Preis und Verfügbarkeit von Nachfüllmitteln ändern sich schneller, als viele Kunden erwarten.

Siehe auch: F-Gase-Phase-down, EU 2024/573

Logbuchpflicht

Die Pflicht, für jede Anlage mit ≥5 Tonnen CO2-Äquivalent ein Logbuch mit Kältemittel-Änderungen und Lecksuchen zu führen.

Die Schwelle wird durch Kältemittelfüllung (kg) × GWP bestimmt. Für hermetisch geschlossene Systeme gilt eine höhere Grenze (ab 10 Tonnen CO2-Äquivalent). Unsicher, ob eine Anlage darunterfällt? Berechnen Sie es unten.

Siehe auch: CO2-Äquivalent, Lecksuche, Anlagenlogbuch

Lecksuche

Periodische Kontrolle auf Kältemittelleckage; die Häufigkeit hängt vom CO2-Äquivalent der Anlage ab.

Richtwert: ab 5 Tonnen CO2-Äquivalent jährlich, ab 50 Tonnen halbjährlich, und ab 500 Tonnen ist ein fest installiertes Leckerkennungssystem verpflichtend (zusätzlich zur halbjährlichen Kontrolle). Ein korrektes Leckerkennungssystem kann die erforderliche Häufigkeit halbieren.

Siehe auch: Leckerkennungssystem, CO2-Äquivalent, Logbuchpflicht

Leckerkennungssystem

Ein fest installiertes System, das Kältemittelleckage automatisch erkennt; verpflichtend ab 500 Tonnen CO2-Äquivalent.

Siehe auch: Lecksuche, CO2-Äquivalent

Zertifizierung & Anerkennungen

BRL 100, BRL 200, STEK und BRL K25000 — wer an Kältemittel- oder Gasverbrennungsanlagen arbeiten darf.

BRL 100

Die Beurteilungsrichtlinie, auf deren Grundlage ein Kältetechnikbetrieb das verpflichtende F-Gase-Betriebszertifikat erlangt.

BRL 100 beschreibt die Anforderungen an das Qualitätssystem, die Ausrüstung und die Arbeitsweise des Betriebs. Eine akkreditierte Zertifizierungsstelle prüft dies und stellt das Zertifikat aus; danach folgt eine periodische Kontrolle.

Siehe auch: STEK, F-Gase-Betriebszertifikat, BRL 200

BRL K25000

Kiwas Zertifizierungsschema für die CO-Sicherheitszertifizierung von Gasverbrennungsanlagen unter dem niederländischen gesetzlichen CO-Zertifizierungssystem (Bbl) — ein alternativer, teils aus der Ferne geprüfter Weg neben BRL 6000-25, ausgerichtet auf Selbstständige und kleine Betriebe.

BRL K25000 betrifft die Kohlenmonoxid-Prävention bei Gasverbrennungsanlagen, nicht Kältemittel oder F-Gase. Der Begriff wird in der Kältetechnikbranche gelegentlich fälschlich für das jährliche BRL-100-Kontrollaudit verwendet — das ist eine andere, nicht verwandte Kontrolle der Kältemittelverwaltung.

Siehe auch: Zertifizierungsstelle (CI)

Raad voor Accreditatie (RvA)

Die niederländische Organisation, die Zertifizierungsstellen akkreditiert und so die Zuverlässigkeit von Zertifikaten sichert.

Siehe auch: Zertifizierungsstelle (CI)

Kältemittel & GWP

Häufig verwendete Kältemittel, ihr Treibhauspotenzial und die CO2-Äquivalent-Berechnung.

GWP

Global Warming Potential: wie viel stärker ein Gas über 100 Jahre erwärmt als CO2. CO2 hat einen GWP von 1.

Je höher der GWP, desto schneller erreicht eine Anlage die Logbuch- und Lecksuche-Schwellen. R290 (Propan) hat einen GWP von 3; R404A hat einen GWP von 3.922 — mehr als tausendmal so hoch.

Siehe auch: CO2-Äquivalent, HFKW, Natürliches Kältemittel

HFKW

Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe: die am häufigsten verwendeten synthetischen F-Gase-Kältemittel (wie R410A und R134a), oft mit hohem GWP.

Siehe auch: F-Gase, HFO, GWP

HFO

Hydrofluorolefine: neuere Kältemittel mit sehr niedrigem GWP, wie R1234yf, die HFKW mit hohem GWP ersetzen.

Siehe auch: HFKW, GWP, R1234yf

R134a

HFKW mit einem GWP von 1.430; unter anderem eingesetzt in der Kühlung und älteren Auto-Klimaanlagen.

Siehe auch: GWP, R1234yf

R404A

HFKW-Gemisch mit einem GWP von 3.922; viel eingesetzt in (älteren) gewerblichen Kühl- und Tiefkühlanlagen, wird beschleunigt ausgephast.

Wegen des hohen GWP erreicht eine Anlage mit R404A die Logbuch-Schwelle schon bei etwa 1,3 kg Füllung. Der Ersatz durch Alternativen mit niedrigerem GWP ist ein wiederkehrendes Gesprächsthema mit Kunden.

Siehe auch: GWP, CO2-Äquivalent, F-Gase-Phase-down

R1234yf

HFO mit einem GWP von 4; unter anderem eingesetzt in modernen Auto-Klimaanlagen als Ersatz für R134a.

Siehe auch: HFO, R134a

Rückgewinnung (Recovery)

Das Absaugen und Auffangen von Kältemittel aus einer Anlage zur Wiederverwendung oder Vernichtung, anstatt es abzublasen.

Siehe auch: Kältemittelbilanz

Verwaltung & Arbeitsauftrag

Die Dokumente, mit denen Sie Arbeit und Kältemittel-Änderungen audit-sicher festhalten.

Betreiber / Anlagenverantwortlicher

Der Inhaber oder Eigentümer der Anlage, der gesetzlich für Lecksuchen und die Führung des Logbuchs verantwortlich ist.

In der EU-Verordnung heißt das der „Betreiber“. In der Praxis übernimmt der Installationsbetrieb die Ausführung, aber die Endverantwortung liegt beim Betreiber.

Siehe auch: Logbuchpflicht, Lecksuche

Sicherheit & Prüfungen

LMRA, VCA und Transportprüfungen, die in der Kältetechnik vorkommen.

VCA

Sicherheits-, Gesundheits- und Umwelt-Checkliste für Auftragnehmer: eine Zertifizierung für sicheres Arbeiten, die Auftraggeber häufig verlangen.

Siehe auch: LMRA

Begriffe kennen ist Schritt eins. Audit-sichere Dokumentation ist Schritt zwei.

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