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F-gassen7 Min. LesezeitAktualisiert 21 augustus 2026

F-Gase-Lecksuche: wie oft ist sie Pflicht?

Wie oft eine Lecksuche nötig ist, hängt vom CO₂-Äquivalent ab: ab 5 Tonnen alle 12 Monate, ab 50 Tonnen alle 6 Monate, ab 500 Tonnen ist ein Detektionssystem Pflicht. So rechnen Sie es aus.

BRL 100 und STEK sind niederländische nationale Zertifizierungs­schemata — volle Unterstützung gibt es heute nur für NL. Siehe unsere ehrliche Länder-Abdeckung.

„Wie oft muss diese Lecksuche eigentlich sein?" — eine Frage, die sowohl auf Monteur- als auch auf Betreiberseite regelmäßig für Verwirrung sorgt. Die Antwort ist einfacher, als sie klingt: Die Frequenz hängt an einer Zahl — dem CO₂-Äquivalent dessen, was in der Anlage steckt. Im Folgenden die drei Schwellen aus der F-Gase-Verordnung, plus Rechenbeispiele je Kältemittel, damit Sie es selbst nachprüfen können.

Was ist eine Lecksuche genau?

Eine Lecksuche ist eine regelmäßige Messung, um festzustellen, ob eine Kälte-, Klima- oder Wärmepumpenanlage Kältemittel verliert. Ein zertifizierter Monteur geht das System durch — meist mit einem elektronischen Schnüffeldetektor oder per Druck-/Seifenwasserprobe an den Anschlüssen — und trägt das Ergebnis ins Anlagenlogbuch ein. Die Pflicht stammt aus der F-Gase-Verordnung und gilt für den Betreiber — wer die Anlage nutzt, nicht automatisch den Eigentümer des Gebäudes.

Die drei Schwellen — und wie oft

Die Frequenz steigt mit der Größe der Anlage, gemessen in CO₂-Äquivalent:

  • Ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent: mindestens einmal jährlich eine Lecksuche.
  • Ab 50 Tonnen: mindestens alle sechs Monate.
  • Ab 500 Tonnen: ein festes Leckerkennungssystem ist Pflicht; dadurch halbiert sich die Grundfrequenz von drei Monaten auf alle sechs Monate für die Monteur-Kontrolle.

Zwei wichtige Nuancen:

  • Mit zugelassenem Leckerkennungssystem darf sich die Frequenz halbieren. Eine Anlage mit 5 Tonnen und funktionierendem Leckerkennungssystem muss dadurch im Prinzip nur alle zwei Jahre manuell kontrolliert werden — sofern das Erkennungssystem selbst jährlich getestet wird.
  • Hermetisch geschlossene Anlagen haben eine höhere Schwelle: die Pflicht beginnt dort erst ab 10 Tonnen CO₂-Äquivalent.

Rechenbeispiel: wie viele Kilo sind „5 Tonnen"?

Das CO₂-Äquivalent berechnet sich als Füllmenge (kg) × GWP des Kältemittels. Für die gängigsten Typen:

  • R-290 (Propan, GWP 3): Sie erreichen praktisch nie 5 Tonnen — dafür bräuchte es mehr als 1.600 kg Füllmenge.
  • R-32 (GWP 675): ab etwa 7,4 kg Füllmenge ist die Anlage jährlich lecksuchepflichtig.
  • R-454B (GWP 466): ab etwa 10,7 kg.
  • R-410A (GWP 2.088): bereits ab etwa 2,4 kg — eine typische Split-Klimaanlage mit 3 kg liegt bei 6,3 Tonnen CO₂-Äquivalent deutlich über der Grenze.
  • R-404A (GWP 3.922): selbst eine kleine gewerbliche Kühlanlage mit 1,3 kg ist bereits lecksuchepflichtig.

Für Grenzfälle rechnet der Logbuchpflicht-Check Ihre Situation in zwei Minuten durch — und liefert direkt die passende Kontrollfrequenz.

Wer darf die Lecksuche durchführen?

Nicht jeder. Die Kontrolle muss von jemandem mit gültigem F-Gase-Personenzertifikat (BRL 200, Kategorie A1 oder A2) durchgeführt werden, und das ausführende Unternehmen benötigt das F-Gase-Betriebszertifikat. Wie Sie diese beantragen und was sie kosten, steht in F-Gase-Zertifikat beantragen.

Was gehört in eine gute Lecksuche-Dokumentation?

Die Kontrolle ist nicht nur „kurz durchgehen". Der Auditor möchte sehen:

  • Datum und ausführender Monteur, mit Zertifikatsnummer.
  • Methode — elektronische Lecksuche, Druckprobe, Seifenwasser oder Auslesen des Erkennungssystems.
  • Befunde — geprüfte Anschlüsse, Druckmessungen, eventuell gefundene Lecks.
  • Folgemaßnahmen — Leck repariert, Kältemittel nachgefüllt (mit Menge), oder „keine Befunde".
  • Nächstes Kontrolldatum, abgeleitet aus Schwelle und Anlagenfüllmenge.

Ohne diese Daten ist Ihr Anlagenlogbuch unvollständig und kann bei der Prüfung als Befund zurückkommen.

Was, wenn Sie die Frist verpassen?

Zwei Dinge können passieren. Bei einer BRL-100- oder STEK-Prüfung landet eine versäumte oder verspätete Lecksuche auf der Befundliste — je nach Ausmaß ein bedingter Befund oder, bei wiederholtem Muster, eine Aussetzung. Wird bei einer Anlage, deren Kontrolle überfällig war, tatsächlich eine Leckage festgestellt, kann die Aufsichtsbehörde (ILT) gegen den Betreiber vorgehen — das reicht von einer Verwarnung bis zu einer Zwangsgeldanordnung.

Praktischer Tipp: Setzen Sie das nächste Kontrolldatum bei jeder neuen Füllung automatisch in Ihrem System und lassen Sie eine Erinnerung rechtzeitig auslösen. So taucht das Signal nicht erst bei der Prüfung auf.

Wie Koldwerk die Frequenz automatisch überwacht

Pro Anlage erfassen Sie Kältemitteltyp und Füllmenge; Koldwerk berechnet das CO₂-Äquivalent, verknüpft es mit der richtigen Kontrollfrequenz und setzt die nächste Lecksuche-Frist im Modul Anlagenverwaltung. Liegt die Frist innerhalb von 30 Tagen, erhält der Eigentümer eine Erinnerung; ist sie verstrichen, wird die Anlage als überfällig markiert. Die verknüpfte Kältemittelverwaltung sorgt dafür, dass jede Nachfüllung die Schwellenberechnung sofort aktualisiert — manuelles Nachzählen nach jedem Arbeitsauftrag entfällt. Was das kostet, steht auf /prijzen; wie wir im Vergleich zu anderen Lösungen abschneiden, lesen Sie auf /vergelijk.

Weiterlesen

Haftungsausschluss: Schwellenwerte, Frequenzen und Zertifizierungsanforderungen können sich ändern. Diese Erläuterung ist eine Zusammenfassung in einfacher Sprache — rechtlich verbindlich ist Verordnung (EU) 2024/573 und ihre nationale Umsetzung durch die ILT und die Zertifizierungsstellen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss eine F-Gase-Lecksuche erfolgen?

Ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent jährlich, ab 50 Tonnen halbjährlich, und ab 500 Tonnen ist zusätzlich zur halbjährlichen Kontrolle ein festes Leckerkennungssystem Pflicht. Mit einem zugelassenen Leckerkennungssystem darf sich die Frequenz halbieren.

Wer darf eine F-Gase-Lecksuche durchführen?

Ein Monteur mit gültigem F-Gase-Personenzertifikat (BRL 200, Kategorie A1 oder A2), bei einem Unternehmen mit F-Gase-Betriebszertifikat. Die Kontrolle muss im Anlagenlogbuch mit Datum, Zertifikatsnummer und Befunden festgehalten werden.

Gilt die Lecksuchepflicht auch für hermetisch geschlossene Anlagen?

Ja, aber die Schwelle liegt höher: erst ab 10 Tonnen CO₂-Äquivalent (statt 5 Tonnen bei offenen Systemen). Das entspricht Verordnung (EU) 2024/573.

Was passiert, wenn ich eine Lecksuche-Frist verpasse?

Bei einer BRL-100- oder STEK-Prüfung wird das als Befund vermerkt — je nach Ausmaß ein bedingter Befund oder, bei Wiederholung, eine Aussetzung. Wird bei einer zu spät kontrollierten Anlage tatsächlich eine Leckage festgestellt, kann die ILT gegen den Betreiber vorgehen.

Wie viel Kilo R-32 oder R-410A sind 5 Tonnen CO₂-Äquivalent?

Bei R-32 (GWP 675) sind das etwa 7,4 kg, bei R-410A (GWP 2.088) bereits rund 2,4 kg. Eine typische 3-kg-R-410A-Klimaanlage liegt damit deutlich über der Schwelle. Rechnen Sie Ihre Situation mit dem Logbuchpflicht-Check durch.

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